Auswertung der Vortragstour

Die freie Journalistin und Wissenschaftlerin Magdalena Marsovszky trat Anfang Juli in Stuttgart (04.07.), in Ludwigsburg (05.07.), in Zürich (07.07.), in Heidelberg (08.07.), in Tübingen (09.07.) und in Karlsruhe (10.07.) als Referentin zu dem Thema „Konservative Revolution und völkische Wende in Ungarn. Über die aktuelle rechten Entwicklungen, Antisemitismus und Antiziganismus in Ungarn.“ auf.
Der Zuspruch war an den verschiedenen Orten unterschiedlich groß. Insgesamt besuchten die sechs Vorträge etwa 150 Personen, davon stellte Zürich mit 45 Teilnehmern den Höhepunkt dar. Um die Inhalte von Magdalenas Vortrag einem größeren Publikum näher zu bringen, wurde mit der Referentin ein Live-Interview mit dem freien Radio-Sender „Wüsten Welle“ in Tübingen geführt, ein Interview für „Freie Radios“ und es gab einen ausführlichen Bericht in der Tageszeitung „Schwäbisches Tagblatt“.

In Zürich waren Frauen aus der Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration (http://www.fiz-info.ch/) anwesend und erzählten von einer Zunahme von Sexarbeiterinnen aus der Roma und Sinti-Community aus Ungarn in jüngster Zeit, die zu extrem schlechten Bedingungen arbeiten.

Obwohl die Referentin einen inhaltlich hochwertigen Vortrag hielt, war das Publikum an einigen Veranstaltungsorten doch recht klein, wenn auch sehr wissbegierig. Unklar ist, woran das gelegen hat. Es könnte an der unzureichenden Werbung liegen (leider sind die Veranstaltungsflyer erst recht spät verschickt worden) oder aber das Thema stößt auf kein besonders großes Interesse.
Vereinzelt gab es auch Reaktionen von der Gegenseite. Beim Vortrag in Heidelberg tauchte eine ungarische Nationalistin (sinngemäß: „Ich bin keine Antisemitin und keine Zigeunerfeindin, aber Juden kaufen unser Land auf und alle Zigeuner sind kriminell.“) und in einem Kommentar zu der Ankündigung auf der Online-Plattform „Hagalil.com“ schreibt ein E. Schultz am 1. Juli 2011 empört: „Vortrag bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung; der Stiftung der ehemaligen Staatspartei der DDR und Organisation der unbeirrbaren Kommunismus-Phantasten […], Geschichtsrevisionisten […] und Antidemokraten – aber doch anscheinend für Frau Marsovsky der richtige Ort, um dort über die vermeintlich undemokratische ungarische Regierung zu zetern.“

Trotzdem ist die Vortrags-Reihe als relativer Erfolg zu bewerten. Wenn Bedarf an einem Vortrag mit Magdalena Marsovszky besteht, können Interessierte sich durch einen Kommentar an die Betreiber dieses Blogs wenden. Wir vermitteln dann nach Rücksprache gerne den Kontakt.





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