Archiv der Kategorie 'Homophobie'

The Hungarian Government too should stand up for the Budapest Gay March!

The Rainbow Mission Foundation – organizer of Budapest Pride – is pleased to have learned that, along with many other Embassies, the Slovakian Ambassador to Hungary has signed the public statement with which the embassies of 20 countryiess have declared their support for the Bratislava Gay March as well for the protection of general human rights.
We believe that it is a further example to us all that on behalf of the Slovakian government the Slovak Deputy Minister of Human and Minority Rights has also spoken out in support of the March and universal human rights.
We trust that the Embassy’s achievement will be only the first step in breaking their government’s silence around lesbian, gay, bisexual and transgender people – which we hope will be followed by similar steps in Hungarian public life as well. The 16th Budapest Pride Festival, which begins on the 11th of June, and the Gay Dignity March on the 18th of June, will provide the perfect opportunity for beginning this process.

As in previous years, our Foundation invites all public dignitaries, members of the Government, and leaders of all Parliamentary parties to the Opening of the Festival and the March. We trust that as a sign of their support for the equal rights of LGBT people, the Government of Hungary will be represented at the Festival Opening and at the March as well. We welcome all Hungarian citizens who are committed to human rights to our events.

We wish our Slovakian friends a peaceful and happy March!

Rainbow Mission Foundation

Quelle: Budapest Pride
Stand: 03.06.2011

Stolz und Vorurteil

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren feierte Budapest dieses Jahr ein erfolgreiches Pride-Festival. Die Veranstalter kritisieren die Verfassungsänderung und die homophoben rechtsmilitanten Anfeindungen in Ungarn. Dabei berufen sie sich aber selbst auf Nation und Familie.

Sie sind drin: Luxy, Barbi und Zsuzsi haben die Gesichtskontrolle hinter sich und stehen auf Budapests Prachtstraße mitten in der Menge der Pride-Parade. Wie in den vergangenen Jahren auch laufen die Demonstrierenden in einem von der Polizei geschützten Korridor, an dessen Zugang die Veranstalter Taschen und Outfit der Teilnehmenden kontrollieren.

Am Vorabend konnten Luxy, Barbi und Zsuzsi nicht feiern. Die Türsteher einer Budapester Schwulenbar wiesen die drei Roma ab. Die »Men- Pride-Party« fand ohne sie statt. Darüber sind die drei verstimmt, aber nicht verwundert. Für sie war das eher eine Art déjà vu. Denn auch in ihrem Dorf werden sie von der Mehrheit nicht akzeptiert: Die drei leben in Gyöngyöspata, dem Dorf, das von rechtsextremen Bürgerwehren wochenlang belagert wurde, bis die Roma schließlich evakuiert wurden (Jungle World 14/11). Der Besuch in Budapest ist für Luxy, Barbi und Zsuzsi ein Urlaub davon. (mehr…)

Budapest Pride 2011: Hinter Gittern durch die Stadt

Der Autor der folgenden Zeilen ist mit einer Gruppe aus Berlin zum Budapester Pride-Marsch gefahren und gibt seine subjektiven Eindrücke von diesem Ausflug wieder.

„Die lustigste Barracke im Sozialismus“ wurde Ungarn früher genannt. Seit einigen Jahren treffen hierzulande weniger lustige, ja beunruhigende Nachrichten über Ungarn ein: Ein völkisch-nationalistischer Mainstream hat sich herausgebildet, rechte paramilitärische Verbände marschieren auf den Straßen, extrem rechte Subkulturen erfreuen sich unter Jugendlichen steigender Beliebtheit, es kam zu einer Serie von Morden an der Roma-Minderheit, antisemitische Diskurse wabern durch Teile der Medien und als Resultat gewann bei den Parlamentswahlen 2010 die rechtskonservative FIDESZ-Partei die absolute Mehrheit und die neofaschistische Jobbik-Partei erhielt 17% der Stimmen. Zusammengefasst fand und findet in Ungarn eine völkisch-konservative Revolution statt. Eine völkische Variante des ungarischen Nationalismus wurde im Zuge einer kulturellen Hegemonisierung zum Mainstream. Mit dem Machtantritt der FIDESZ-Partei ist dieser völkische Nationalismus nun Regierungsideologie. Im Parlament singt sogar ein Teil der Post-Sozialisten (= Sozialdemokraten) die transylvanische Hymne mit, deren Text einen großungarischen Gebietsanspruch auf Nachbarländer enthält.

Das Wissen um diese Entwicklungen und über die Angriffe auf die Budapester Prides der letzten Jahre machten die Teilnahme am Budapester Gaypride 2011 nicht einfach zu einem Ausflug, sondern zum Zeichen aktiver Solidarität. (mehr…)

Hungarian LGBT Alliance: The President Should Not Sign the Homophobic Constitution

The Hungarian Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender (LGBT) Alliance and its member organizations protest against the new Constitution adopted by the Hungarian Parliament yesterday, which restricts the rights of sexual minorities and goes against international and European standards of human rights. The Alliance calls on Mr. Pál Schmitt, President of Hungary to listen to the critique of both international and local human rights NGOs and not to sign the Constitution into law.

As adopted yesterday, the Constitution restricts marriage to a union between a woman and a man, which sets into stone the discrimination of same-sex couples for decades. On the other hand, the Constitution does not include an explicit prohibition of discrimination based on sexual orientation, which increases the legal insecurity of LGBT citizens and their families. (mehr…)

Polizei verweigert Genehmigung für Gay Pride Parade Budapest

Die Budapester Polizei hat die jährlich in Ungarn stattfindende Gay Pride Parade als Höhepunkt einer schwul-lesbischen Kultur- und Partywoche in diesem Jahr nicht genehmigt. Das für den 18. Juni geplante Event, bei dem wieder ein Marsch vom Budapester Heldenplatz über den Andrássy Boulevard geplant war, würde „überproportionale Verkehrsstörungen“ verursachen, so die Begründung. Zu einer anderen Route als der traditionellen waren die Veranstalter nicht bereit und werden die Entscheidung der Exekutive nun vor einem Gericht beeinspruchen.

Die zuvor bereits genehmigte Demonstration sollte um eine Routenänderung erweitert werden, in diesem Jahr wollten die Organisatoren auch auf das Platz vor dem Parlament ziehen (Kossuth tér), um auch gegen das Mediengesetz und gegen die neue Verfassung zu protestieren, die beide die Rechte von Homosexuellen einschränkten. Daraufhin zog die Polizei die Genehmigung für die gesamte Veranstaltung mit der o.g. Begründung zurück. Vom Ende der ursprünglichen Route (Andrássy/Ecke Bajcsy Zsilinsky) wäre es nur noch ein kleiner Schwenk zum Parlament, so dass das Verkehrsargument nicht stichhaltig ist.

Ein Abgeordneter der Parlamentspartei LMP spricht über das „Verbot“ als „schockierend und inakzeptabel“. Die Begründung sei an den Haaren herbei gezogen, das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit mit Füßen getreten.

Bei den vierzehn vorjährigen Paraden kam es immer wieder zu gewalttätigen Angriffen auf Teilnehmer von Seiten rechtsradikaler Randalierer. Im Zuge der politischen Radikalisierung im Lande herrschte und herrscht neben Antisemitismus, Rassismus vor allem gegen die ungarischen Roma, auch eine starke homophobe Stimmung, übrigens quer durch fast alle Gesellschaftsschichten. Die linksliberale Vorgängerregierung hatte es erst nach Jahren geschafft, die Veranstaltung mit einem riesigen Polizeiaufgebot halbwegs verlässlich zu schützen, einige Politiker schlossen sich dem Umzug, der in den vergangenen Jahren immer mehr von ausländischen Aktivisten dominiert wurde, auch demonstrativ an.

Einige Politiker des heute regierenden Fidesz taten sich in den letzten Jahren mit homophoben, teils mittelalterlichen Äußerungen hervor (siehe Link unter diesem Text: Hinterm Mond, gleich rechts), weshalb eine politische Motivation hinter der Nichtgenehmigung vermutet wird.

Quelle: Pester Lloyd
Stand: 15.02.2011

Hungarian Presidency of the EU plans on ignoring homophobia

Today the Hungarian Presidency of the Council of the European Union, representing the 27 EU governments until July 2011, failed to outline any plan for action against homophobia and discrimination on grounds of sexual orientation in their 6-month presidency.

Socialist and Liberal Members of the European Parliament asked the Hungarian Minister of State for Social Inclusion, Mr Zoltán Balog, about planned progress for the horizontal Anti-Discrimination Directive (a draft piece of EU legislation that would forbid discrimination outside of employment on grounds of disability, age, religion or belief, and sexual orientation). (mehr…)




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: