Archiv der Kategorie 'Revanchismus'

The Day of National Unity: 131-page-long instruction to teachers

One of the very first orders of business of the new government last summer was to designate June 4, the date of the signing of the Treaty of Trianon, as a day of remembrance. Thus yesterday scores of government politicians made speeches to honor the occasion, most of which were the usual distortions of historical facts. I was also amused by Zsolt Semjén’s „threat“: they will find every Hungarian in the whole wide world! They will also fight for „every Hungarian.“ Csaba Hende, minister of defense who is also great at saying silly things, announced that in order to build a new country one „needs the whole nation.“ I wonder how he is planning to rely on Hungarians living in other countries to build Orbán’s Hungary.

These political speeches are not really dangerous. However, the compulsory „day of remembrance“ in all Hungarian schools is much more worrisome. All institutions already received a very detailed „guide“ on how to enlighten their students about Trianon. Anyone who’s interested can read the material on the government’s website.

The teachers need to be enlightened because, according to a 2009 survey, knowledge about the topic among younger people (ages 18 to 30) is meager. Only one-third of this group knew the year the treaty was signed; another third couldn‘t even guess; and the remaining third came up with such wild answers as 1910. They were also in error when it came to the ethnic composition of the territories lost. Two-thirds of them were convinced that the causes of Trianon lay entirely outside of Hungary. Hungary was an innocent victim. So, learning something about Trianon is definitely in order. The trouble is that the enlightenment shouldn‘t be done the way Rózsa Hoffmann’s „ministry“ envisages. (mehr…)

Ungarns hässliche Freunde

Rechtsradikale hetzen gegen Roma, Juden oder Intellektuelle – und fahren bei den Wahlen Rekordergebnisse ein: Ungarn, das aktuell die EU-Ratspräsidentschaft innehat, verprellt Nachbarn und Partner mit seinem neuen Chauvinismus. Beifall kommt aus Deutschland – von den Rechtsextremen.

Junge Männer in Uniformen, zum Teil in Originalstücken aus dem Zweiten Weltkrieg, stapfen durch den Wald. Vereinzelt sieht man historisches Koppelzeug oder die charakteristische Form deutscher Stahlhelme. Die Dämmerung verleiht der Szene zusätzlich gespenstisches Flair.

Die Bilder wirken im heutigen Europa deplatziert. Was hier in Ungarn jedes Jahr stattfindet, ist ein besonderes Reenactment: Neonazis aus ganz Europa sind wie auch in den Jahren davor im Umland von Budapest angetreten. Mit einem aufreibenden Nachtmarsch über 60 Kilometer wollen sie des letzten Ausbruchs deutscher und ungarischer Verbände aus dem eingekesselten Budapest im Februar 1945 gedenken. Statt sich zu ergeben, warfen sich diese noch in den letzten Kriegstagen auf Befehl des SS-Generals Karl Pfeffer-Wildenbruch in eine längst verlorene Schlacht, die Tausende das Leben kostete.

Das Desaster war ein weiteres Beispiel dafür, wie die fanatische Überzeugung der Soldaten des „Dritten Reichs“ den Krieg verlängerte und gerade in der Schlussphase die Opferzahlen mehrte. Für die Nachtwanderer sind die „Rückkämpfer“, wie es im Soldatenjargon hieß, aber gerade deswegen Helden. (mehr…)

„Großungarn“-Teppich im EU-Ratsgebäude

Aufregung um ungarischen „Geschichtsteppich“ in Brüssel

Ein von der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im Brüsseler EU-Ratsgebäude aufgelegter „Geschichtsteppich“, der Ungarn in den Grenzen von 1848 darstellt, sorgt für Aufregung.

Die österreichische EU-Abgeordnete und außenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Ulrike Lunacek, sagte dem Onlinedienst EUObserver gestern, die Karte illustriere die Absicht von Ministerpräsident Viktor Orban, „den Vertrag von Trianon zu überwinden“. Durch diesen Vertrag verlor Ungarn nach dem Ersten Weltkrieg zwei Drittel seines damaligen Staatsgebiets.

Deshalb habe die Mitte-rechts-Regierung von Orban auch das neue Staatsbürgerschaftsgesetz erlassen, das ethnischen Ungarn in den Nachbarländern die Möglichkeit zur Doppelstaatsbürgerschaft einräume, erklärte Lunacek. „Das ist eine sehr rückwärtsgerichtete Sicht von Herrn Orban, überhaupt nicht in Richtung einer gemeinsamen europäischen Zukunft.“ (mehr…)

„Völkisches Denken hat gesiegt“

Das neue ungarische Mediengesetz hat eine Welle des Protests ausgelöst – inzwischen prüfen auch die EU-Gremien seine Rechtmäßigkeit. Doch in Ungarn selbst hält sich der Widerstand in Grenzen – die Kulturwissenschaftlerin Magdalena Marsovszky erklärt, warum.

SPIEGEL ONLINE: Frau Marsovszky, was ist aus Ihrer Sicht gefährlich an dem neuen ungarischen Mediengesetz, das die rechtskonservative Partei Fidesz unter Regierungschef Viktor Orbán zu Anfang des Jahres erlassen hat?

Magdalena Marsovszky: Das Gefährlichste ist, dass die Medienfreiheit massiv eingeschränkt wurde. Eine neue Nationale Medien- und Nachrichtenbehörde wurde geschaffen, geleitet von einer Fidesz-Parteifreundin, Annamaria Szalai. Sie kontrolliert die Internetportale, die Printmedien und die privaten Rundfunksender. Alle öffentlich-rechtlichen Medien müssen die Nachrichten von der ungarischen Nachrichtenagentur übernehmen. Einerseits wurde alles also sehr stark zentralisiert, andererseits wird alles von der Regierungspartei beherrscht – und oppositionelle Stimmen bekommen so gut wie keinen Raum. Die Rechtsbegriffe in sind sehr verschwommen. Deswegen nimmt man an, dass sich das Gesetz weniger gegen bestimmte Auswüchse von Rechtsaußen wenden wird, sondern gegen in den Augen der Regierung unliebsame Medien – wahrscheinlich liberale oder linke. (mehr…)

Treffen ungarischer & deutscher Nazis

Von der Seite des nazistischen „Freien Netz Süd“:

Neujahrstreffen mit der „Nationalrevolutionären Partei Ungarns” (NFP)

Rund um den Jahreswechsel rückt der „Kampf um die Straße” rein wetterbedingt etwas in den Hintergrund. Es beginnt die Zeit des politischen Rückblickes, wie des zukünftigen Ausblickes für kommende Taten. Dazu zählen auch die Pflege und der Ausbau internationaler Verbindungen zu unseren ungarischen Waffenbrüdern.

Aus diesem Anlaß wurden deutsche Vertreter zum Neujahrstreffen der noch recht jungen „Nationalrevolutionären Partei Ungarns” (NFP) www.nfp.hu nach Budapest eingeladen. Dort wurde nicht nur über den im Februar von dieser Organisation veranstalteten „Tag der Ehre” gesprochen, sondern auch ganzjährige Gemeinschaftsprojekte, wie zum Beispiel der 01. Mai 2011 in Süddeutschland, ins Auge gefasst. Des Weiteren gab es neben der Pflege der langjährigen nationalen deutsch-ungarischen Beziehungen einen umfangreichen Meinungsaustausch über die Vorstellung der verschiedenen länderbezogenen Aktionen. So wurde das gegenseitige Verständnis der jeweiligen inländischen Probleme auch in Punkto Aktivismus und Repression geschärft. Die gesamtpolitische Lage in Ungarn und der BRD wurde während der Zusammenkunft ebenfalls tiefer beleuchtet. Gegenseitiges Lernen natürlich inbegriffen. An dem Treffen nahmen neben dem NFP-Vorsitzenden Tamás Szabo auch der Szekszárder NFP-Gruppenführer Zsolt Illés (Elek) teil, der durch seine vielfachen Besuche und Reden in der Vergangenheit auf diversen nationalen Veranstaltungen in Deutschland bereits einem größeren Publikum bekannt sein müßte. (mehr…)

Tragsäulen der Zukunft

Ungarn übernimmt Praktiken der deutschen Ethnopolitik und erklärt hunderttausende Bürger seiner Nachbarländer zu seinen Staatsangehörigen. Mittel dazu ist das neue ungarische Staatsbürgerschaftsrecht, das mit Jahresbeginn in Kraft getreten ist. Bürger sämtlicher angrenzender Länder erhalten auf Antrag einen ungarischen Pass, sofern sie ungarische Blutsabstammung geltend machen können. Modell ist die Praxis Deutschlands, „Blutsdeutsche“ in Polen und der Tschechischen Republik zu seinen Bürgern zu erklären. Das jetzt in Ungarn in Kraft getretene Staatsbürgerschaftsrecht ist Teil eines Komplettumbaus des Staates durch die Regierung, die mit der baldigen Verabschiedung einer neuen Verfassung völkische Grundsätze zur Grundlage der Budapester Politik für die kommenden Jahrzehnte erheben will. Teil des Umbaus ist das heftig kritisierte neue Mediengesetz, das geeignet ist, jede Opposition zur völkischen Politik dauerhaft zu unterdrücken. Die Regierungspartei Fidesz ist CDU und CSU freundschaftlich verbunden, sie wird von deutschen Parteienstiftungen begünstigt und kann an jahrzehntelange enge deutsch-ungarische Kooperation anknüpfen. Ihr Erfolg offenbart, wie völkische Politik im von Deutschland und seiner Ethnopolitik geprägten Europa auf lange Sicht zum Durchbruch kommt. (mehr…)

Ungarische Faschisten mobilisieren zum „Tag der Ehre“

Die offen faschistische ungarische Partei NFP mobilisiert zum Tag der Ehre in Budapest. Zu dieser Veranstaltung erscheinen seit Jahren viele rechtsextreme Gruppen aus ganz Europa und dessen Prominenz. Hier können diese Gruppen noch offener als bspw. in Deutschland ihre menschenverachtende und geschichtsrevisionistische Gesinnung zur Schau stellen. (mehr…)

Naziaufmärsch in Ungarn und Bulgarien

Am 7.2.09 fand in Bulgarien der mittlerweile 6.Lukovmarsch statt. Und auch in Ungarn kam es am 14.2.09 beim „Day of honour“ zu einem weiteren Großaufmarsch in Osteuropa. (mehr…)

„Blood and Honour“: Die NPD unter Freunden

Gleich bei zwei öffentlichen Veranstaltungen trafen sich in den letzten Tagen hochrangige Vertreter der NPD mit Kadern der Skinhead-Organisation „Blood and Honour“ (B&H). NPD-Chef Udo Voigt durfte in Budapest eine Ansprache vor den versammelten Neonazi-Skinheads halten, in Dresden marschierten B&H-Führer beim „Trauermarsch“ mit. Die Neonazi-Bruderschaft verfügt in mehreren europäischen Ländern über einen militant-terroristischen Arm „Combat 18″ und ist seit September 2000 in Deutschland verboten. (mehr…)

Kriegerische Töne

In Ungarn und der Slowakei, wo Urnengänge ins Haus stehen, gehen die Auseinandersetzungen im Wahlkampf weit über das übliche Getöse hinaus. Von Krieg gegen den Nachbarn ist die Rede, geführt auf beiden Seiten von „starken Armeen“. Von Knut Krohn

Im Wahlkampf dürfen Worte nicht auf die Goldwaage gelegt werden. Politiker reden und versprechen viel. Außerdem schlagen sie verbal auf den politischen Gegner ein. In Ungarn und der Slowakei, wo Urnengänge ins Haus stehen, gehen die Auseinandersetzungen inzwischen allerdings weit über das übliche Wahlkampfgetöse hinaus. Von Krieg gegen den Nachbarn ist die Rede, geführt auf beiden Seiten von „starken Armeen“. (mehr…)




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